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Hauptversammlung

Hauptversammlung (14)

Mittwoch, 23 Januar 2019 14:53

Generalversammlung SwissAngus 2019

geschrieben von

Grosser Mitgliederzuwachs bei SwissAngus

„Wir sind einfach begeistert davon, was wir tun.“   (Steve Jobs)

Mit diesem Zitat eröffnete der Präsident Urban Dörig die 24. Generalversammlung des Rassenclubs SwissAngus im Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg. Rund 50 Mitglieder und diverse Gäste nahmen daran teil und freuten sich an der guten Stimmung im Verein.

Der Club hat ein aktives Jahr hinter sich. An diversen Anlässen im Jahresprogramm konnte eine breite Palette von starken Zuchttieren präsentiert werden. Auch informative und gemütliche Anlässe wie der Sommerhöck kamen nicht zu kurz. Höhepunkte im kommenden Vereinsjahr bilden der Auftritt an der Tier&Technik, das Swissopen im April und die traditionelle Angus Auktion im Herbst. Aussergewöhnlich und sehr erfreulich war die Aufnahme von über 20 neuen Mitgliedern. Das spiegelt die positive Stimmung an den Märkten und das grosse Interesse an der Rasse Angus.

Das neue Label SwissBlackAngus (SBA) hat sich erfolgreich auf dem Markt positioniert. Die Nachfrage nach Schlachttieren ist gross. Dementsprechend stieg auch die Nachfrage nach guten Angus Zucht- und Produktionstieren deutlich, was sich mit erfreulichen Preisen in allen Bereichen bemerkbar macht.

Speziell bedankte sich der Präsident bei Claude Bähler für die langjährige Funktion als Rechnungsrevisor des Vereins. Als Ersatz wurde Armin Andri aus Santa Maria gewählt.

Nach einem feinen Mittagessen durften wir eine interessante Führung auf dem Gutsbetrieb erleben, bevor der Tag in lustiger Runde ausklang.

Ania Soller

Vorstand SwissAngus

Samstag, 28 Juli 2018 17:32

SwissAngus Sommerhöck 2018

geschrieben von

SwissAngus Sommerhöck 2018

Der Sommerhöck gehört beim SwissAngusclub schon zur Tradition. Einmal im Jahr treffen sich die Anguszüchter aus der ganzen Schweiz bei einem engagierten Mitglied zu einer Betriebsführung. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Angustiere, die beim Rundgang bestaunt werden. Neben dem Fachsimpeln bleibt auch genügend Zeit, um miteinander zu plaudern und Gemütlichkeit zusammen zu pflegen. Dieses Jahr ging es in den Kanton Fribourg, zu Familie Andrey.

Knapp 60 gut gelaunte Angusleute versammelten sich am 7. Juli 2018  am frühen Nachmittag in Tscherla in St. Silvester. Fernand Andrey begrüsste die vielen Gäste und stellte den grossen Betrieb kurz vor. Er gehört zu den grössten Angusbeef Produzenten in der Schweiz. Auf dem rund 20-jährigen Gemeinschaftsbetrieb, mit vier weiteren Bauern, werden rund 250 Mutterkühe gehalten, aufgeteilt auf 5 Standorte: Aufzuchtrinder, Galtkühe im Abkalbestall, zwei Ställe für Kühe mit Kälbern und Ausmasttiere.

Die Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet knapp 350 Ha: 100 Ha Weizen, 40 Ha Kartoffeln, 30 Ha Rüebli, Raps, Gerste, Mais und Kunstwiese.                                                                                                                                                   

Für die vor vielen Jahren geplante Umstellung von Milchkühen auf etwas Neues, Einfacheres, kam die Idee mit der Stierenausmast. Die zu vielen Tierarztbesuche waren jedoch definitiv nicht das, nach was die Bauern damals suchten. Und so entschied man sich vor 8 Jahren, mit den Mutterkühen anzufangen. Mit der Unterstützung von diversen Händlern und Beratern probierte man 8 verschiedene Rassen in einer Herde. Mit und ohne Hörner, mit Flecken und einfarbig, spät und frühreife Tiere - alles war dabei. Jedoch wurde schnell allen klar, dass diese Konstellation keine Zukunft haben wird. So entschloss sich Andrey alle Tiere zu verkaufen und endgültig auf Angus umzustellen. Das war die richtige Entscheidung für die „easy handling“  Rasse, die hochqualitatives Fleisch produziert.

Die Kälber bleiben 7 bis 8 Monate bei den Kühen, dann werden sie abgesetzt und auf einen zweiten Standort gebracht. Bei den weiblichen Kälbern wird schnell entschieden ob sie in die Aufzucht, oder in den Mastbetrieb kommen. Auf dem Aufzuchtbetrieb bleiben die Rinder bis zum Besamen und die nächste 6 Monaten danach. Die Trächtigkeit wird regelmässig durch den Tierarzt untersucht. Es wird keine künstliche Befruchtung praktiziert, Natursprung ist die perfekte Lösung für das System. Später werden die hochträchtigen Rinder zu den Galtkühen gebracht, wo sie bis zum Abkalben bleiben. Die kalbenden Tiere werden mehrmals am Tag und in der Nacht beobachtet und kontrolliert.

Die Ausmasttiere werden alle 14 Tage gewogen und die Daten analysiert und ausgewertet. Diese Wachstumskontrolle hilft sehr bei optimaler Stierauswahl für die erfolgreiche Produktion.

Das meiste Raufutter wird als Heu eingelagert, ein kleiner Teil als Silage.  Grassilo wird durch Kühe bevorzugt, jedoch vereinfachen Heu und Emd die Zubereitung und Lagerung von Mischrationen.

Letztes Jahr wurde auf dem Betrieb ein neuer Hofladen eingerichtet, der Marché du Claru. Monatlich wird dort neben vielen anderen landwirtschaftlichen Produkten auch  Fleisch von rund 4 Angustieren verkauft. Die Nachfrage ist erfreulich steigend. Die meisten Tiere werden jedoch als Swiss Black Angus über IP Suisse vermarktet. Für Andrey ist das Label eine grosse Chance für Anguszüchter und – halter. Angusbeef ist nämlich ein Begriff, den die Leute kennen und auch aus der Schweiz kaufen wollen. Man soll sich weiter entwickeln, neues auszuprobieren meinte Andrey, unter dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“. Andrey ist Mitglied bei Mutterkuh Schweiz und in Anwesenheit von Präsident Mathias Gerber konnte auch eine gute Diskussion zum Label Swiss Black Angus geführt werden. Man war sich einig, dass ein Schulterschluss zwischen IP Suisse und Mutterkuh Schweiz wichtig und richtig ist und zügig angegangen werden soll.

Auf dem ersten Betrieb, den wir sahen, gab es ein neu umgebauter Stall für Galtkühe. Der grosszügige Auslauf, Tiefstreu, Antirutschböden, viel Sonnenlicht, Kratzbürste, und elektrische Fliegenkiller wirkten auf uns sehr positiv. Dass  „Tierwohl“ gross geschrieben wird auf den Betrieben von Andrey, war hier deutlich zu spüren und zu sehen.  Auf dem zweiten und dritten Betrieb waren Kühe und Kälber untergebracht. Die Tiere waren sehr ruhig, und entspannt, trotz vieler Zuschauer. Überall herrschte eine eindrückliche Ordnung, was auf ein gutes Management hinweist, aber auch auf die Überzeugung und Freunde an den edlen und ruhigen Angustieren.

Der zweite Betrieb den wir besichtigen durften, war auch ein Maschinenparadies. Die Tür ging auf und fast alle Männer griffen nach Smartphones und Fotokameras, um die grünen Giganten mit Zubehör zu fotografieren. In einer Reihe, schön, glänzend, präsentierten sich in allen Grössen Fendttraktoren, die Andrey für den Gemeinschaftsbetrieb, wie auch für das Lohnunternehmen braucht. Ob Fernand über die Anguskühe oder die Traktoren erzählte, man spürte den Ehrgeiz und das grosse Interesse an funktionaler und produktiver Landwirtschaft. Nach dem grossen Staunen, wurden die Gemüter mit einem vom Gastgeber offerierten Apéro abgekühlt.

Gegen Abend trafen sich alle zum gemeinsamen, sehr feinen Abendessen in sehr schönem Ambiente beim Marché du Claru. Fernands Frau Sandra verwöhnte uns mit ihrem Team und natürlich mit zartem Angusbeef nach allen Regeln der Kunst. Bei einem Gläschen Wein und gemütlichem Plaudern über den eindrucksvollen Nachmittag, liessen wir den Abend ausklingen.

Vielen Dank an Fernand Andrey für die grosse Gastfreundschaft und den sehr interessanten und schönen Sommerhöck. Wir wüschen Dir und Deiner Familie weiterhin viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.

Ania Soller

Montag, 29 Januar 2018 17:50

Generalversammlung Swiss Angus vom 20.01.2018

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„Nicht die Dinge sind positiv oder negativ, sondern unsere Einstellung macht sie so.“

(Epiktet griechischer Philosoph)

Der Präsident Urban Dörig begrüsste mit einem Zitat knapp 50 Mitglieder und diverse Gäste zur 23. Generalversammlung des Rassenclubs SwissAngus, die am 20.01.2018 in der Vianco Arena stattfand.

Der Club hat ein aktives Jahr hinter sich. Im Jahresbericht erwähnte Urban Dörig die erfolgreichen Anlässe wie Stierenmärkte, Tier und Technik, Swiss Open, Angus Auktion, Beef Expo in Lausanne, Beef.ch, während denen eine breite Palette von starken Zuchttieren präsentiert wurde.

Der Präsident bedankte sich bei Daniela und Christian Schneider für den diesjährigen ereignisvollen und interessanten Sommerhöck, der schon zu Tradition gehört. 

Im aktuellen Jahresprogramm hat sich SwissAngus wieder viel vorgenommen. Schon bald wird der erste Anlass die „Tier &Technik“ in Februar stattfinden. Die anstehenden Anlässe sind gute Gelegenheiten um die Rasse Angus zu präsentieren, aber auch um Kontakte zwischen den Züchtern zu pflegen.

Das neue Label SwissBlackAngus (SBA) startete mit viel Erfolg. Angus Schlachttiere waren und sind sehr gesucht. Dementsprechend steigt die Nachfrage nach guten Zucht- und Produktionstieren deutlich, was sich an den guten Preisen bemerkbar macht.

Die positive Rechnung und das Budget wurden genehmigt.

Daniel Zimmermann verliess nach langjähriger Tätigkeit den Vorstand. Urban Dörig bedankte sich für seine Arbeit mit einem schönen Abschiedsgedicht. Als neues Mitglied wurde Lukas May aus Kleindietwil BE in den Vorstand gewählt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm.

Im Anschluss an die Versammlung berichtete Daniel Niklaus über Erlebnisse und Eindrücke vom Word Angus Forum 2017 in Edinburgh, an der er mit einer Delegation von SwissAngus teilnahm.

Ania Soller

Vorstand SwissAngus

Dienstag, 04 Juli 2017 07:21

SwissAngus Sommerhöck 2017

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An der Grenze zu Deutschland, dem Rhein entlang in Rietheim im Kanton Aargau liegt der Hof unserer diesjährigen Gastfamilie Daniela und Christian Schneider. Rund 40 gut gelaunte und neugierige Anguszüchter trafen sich am Samstag 1. Juli zum traditionellen Sommerhöck von SwissAngus. Nach einem Apéro unter dem Nussbaum voller Nüsse, was in diesem Jahr wetterbedingt zu einer Seltenheit gehört, stellten uns die Schneiders ihren Betreib vor. Neben Mutterkuhhaltung und Ackerbau, betreiben Daniela und Chrigel Agrotourismus. Dafür wurde die Scheune Stück für Stück zu erlebnisvollem „Schlafen im Stroh“ ausgebaut und darunter mit einem sehr schönen und gemütlichen Partyraum ergänzt.

Um den Hof der Familie Schneider wurden in den letzten Jahren viele Veränderungen vorgenommen. Auf Grund von ständig überflossenen Nutzflächen, beschlossen die Bauern vor rund 100 Jahren den Rhein zu beherrschen. Das ist ihnen auch gut gelungen, sie trennten damals den Seitenarm Chly Rhy durch eine Zuschüttung vom Rhein ab. Viele Jahre später entstand die Idee mit einer Aufschüttung und Aufforstung von grossen Flächen für ein Kraftwerk, was aber schliesslich nie zum Stande kam. Dadurch ging die Auendynamik verloren.

Um das Gebiet zu renaturieren, erwarb der Kanton Aargau gemeinsam mit Pro Natura vor ein paar Jahren in diesem Gebiet rund 35 ha Land auf 1.5 Kilometer Länge. Es lief aber nicht immer alles so einfach. Die Suche nach einer gemeinsamen Lösung mit den Bauern kostete viel Zeit und Nerven mit Diskussionen und Streitereien. Christian erlebte, sah und hörte schon sehr viel, zum Glück wurde schlussendlich ein „Mediator“ eingeschalten... Die Bauern konnten sich mit den Initianten des Projekts verständigen. Seit 2014 läuft das Projekt in vollem Gange. Die Biber, die Wildbiene, der Eisvogel, und andere Tierarten haben sich in den neuen Lebensräumen schon sehr gemütlich gemacht, und erfreulich vermehrt. Christian führte uns durch Acker, Wiese und Weide, und erzählte spannende Geschichten. Ein Blick vom Ufer auf die Breite und Herrlichkeit des Rheins bei den letzten Sonnenstrahlen machten uns ein wenig neidisch. Als nächstes durften wir auf das leicht schwankende, sehr schöne und teure „Negertürmli“ hoch steigen, um den Ausblick auf den Weiher, den Wald auf der einen und den Ackerbau auf der anderen Seite zu geniessen.

Nach einem kurzen Marsch bei gemütlichen und spannenden Angus-Züchter Gesprächen, erreichten wir die weidende, schöne Angusherde. Ruhig und entspannt wirkten die Kühe auf uns, trotz vielen neugierigen Zuschauerblicken Der grösste Teil der Tiere wird als Natura Beef direkt ab Hof verkauft. Der Stier Good Boy läuft immer in der Herde mit.

Mit vielen Informationen, schönen Ausblicken als Erinnerung und „knurrenden“ Magen kehrten wir auf den Hof zurück. Das feine Abendessen war schon bereit. Das Buffet erfreute unsere Augen und Gaumen, so griffen alle zum Spiess. Während dem eigenhändigen Grillieren, wie auch im Partyraum wurden sehr interessante Diskussionen durchgeführt. Später nach dem feinen Dessert und Kaffee verfeinert mit knackigen Oberthurgauer Kirschen machten sich die ersten auf den Nachhauseweg.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Daniela und Christian Schneider für ihre grosse Gastfreundschaft und den tollen und sehr interessanten Sommerhöck. Wir wünschen euch viel Erfolg und Glück bei der Umsetzung Eurer weiteren Projekte. Es war richtig schön bei euch!

Vorstand SwissAngus   

Ania Soller

Donnerstag, 26 Januar 2017 21:51

22. Generalversammlung Swiss Angus

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Thomas Rieder neu im Vorstand -

Der Präsident Urban Dörig begrüsste knapp 50 Mitglieder und diverse Gäste zur 22. Generalversammlung des Rassenclubs SwissAngus, die am 21.01.2017 in Ursenbach stattfand.

Im Jahresbericht erwähnte Urban Dörig die erfolgreichen Anlässe wie Stierenmärkte, Angus Auktion, Tier und Technik, Beef Expo in Lausanne, Beef.ch, aber auch den Praxistag bei Holzenfleisch. Der Präsident bedankte sich bei Sue Humm und Berti Elsener für den diesjährigen Sommerhöck, der schon zur Tradition gehört.

Die schöne neue Homepage (www.swissangus.ch) wurde erfolgreich aufgeschaltet, was wir unserem Mitglied Ueli Held zu verdanken haben. Auch der Verkauf der neuen Kleiderkollektion im Onlineshop lief gut.

Im aktuellen Jahresprogramm hat sich Swiss Angus wieder viel vorgenommen. Schon bald wird der erste Anlass (Tier und Technik im Februar, gefolgt von Swiss Open im April) stattfinden. Die anstehenden Anlässe sind gute Gelegenheiten um die Rasse Angus zu präsentieren, aber auch um Kontakte zwischen den Züchtern zu pflegen.

Das neue Label SwissBlackAngus (SBA) konnte breit diskutiert werden. Fritz Rothen (IP-Suisse) und Daniel Niklaus (Projektleiter) informierten die Anwesenden über den Aufbau und den erfreulichen Stand.

Die positive Rechnung und das Budget wurden genehmigt.

Mika Raguth Tscharner verliess nach vierjähriger Tätigkeit den Vorstand. Als neues Mitglied wurde Thomas Rieder aus Reigoldswil in den Vorstand gewählt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm.

Nach einem feinen Mittagessen durften wir eine interessante Führung auf dem Angus Zuchtbetrieb von Lukas und Walter May in Kleindietwil erleben. Nach der Besichtigung liessen wir den Tag bei Kuchen und Kaffee gemütlich ausklingen.

 

Ania Soller, Vorstand SwissAngus

Sonntag, 03 Juli 2011 15:07

Swiss Angustag in der Westschweiz

geschrieben von

Swiss Angus Forum in der Romandie

Ungefähr 60 Teilnehmer begannen das Forum mit einer Besichtigung des Schlachtbetriebes von Bell in Cheseaux bei Lausanne.

Dort werden die Swiss Prim Angus Tiere für Manor geschlachtet und verarbeitet.

Bell ist die Nummer eins im Schweizer Fleischmarkt und beschäftigt rund 3500 Mitarbeiter.

Es ist Sommer und die Schweiz grilliert, das macht sich natürlich  auch in Cheseaux bemerkbar. Hier

werden täglich eindrucksvolle Mengen von Würsten, Spiessli, Hamburger, Charcuterie und verschiedensten Frischfleischstücken hergestellt,

wie Christian Gremion Chef Frischfleisch zu berichten wusste. Zu sehen waren auch einige

Schlachtkörper von Swiss Prim Angus Tieren vom Betrieb Christoph Bill in Grafenried. Alle erreichte die Fleischigkeitsklasse  C 

und zeigten eine gute Fettabdeckung.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmer des Forums die Möglichkeit die Anlagen der Betriebsgemeinschaft Bonjour & Tenthorey in  Seigneux zu besichtigen.

Auf dem Betrieb Tenthorey werden vorwiegend Muni der Rasse Angus für das Programm SwissPrimAngus gemästet. Im Tiefstreue-Laufstall werden jährlich

über 70 Swiss Prim Angus zur schlachtreife gebracht. Die Futterration besteht aus Ganzpflanzen-Maissilage, Maiskolbensilage, Weizenstroh,

Oekoheu und 2.7 kg Getreidemischung.  Die Kosten einer Tagesration pro Muni belaufen sich auf CHF 4.18 bei 8.6 kg TS Futterverzehr.

Die Auswertung der ersten 100 Swiss Prim Angus lassen folgende Schlussfolgerung zu. Entscheidend für den Betriebserfolg ist eine gute Fleischigkeit

der Masttiere gekoppelt mit einer sehr guten Futtereffizienz. Die Angus benötigen zur Erreichung einer genügenden Fettabdeckung eine weniger hoch

konzentrierte Ration als andere Fleischrassen. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass 78% der SwissPrimAngus die Fleischigkeitskategorie C ,bei durchschnittlichen

Tageszunahmen von 1543 gr. und einem Schlachtgewicht von 331.4 kg SG erreichen.

Basil Favre einer der Forumsteilnehmer und Vorstandsmitglied von Swiss Angus, ist SwissPrimAngus Remontenproduzent und liefert alle männlichen Tiere mit

einem LG Gewicht von 280-320 kg  und einer Fettklasse von 2-3 an die Betriebsgemeinschaft Bonjour & Tenthorey. Der dabei erzielte Erlös entspricht in der

Grössenordnung dem eines Natura Beefs mit etwa 350 kg Lebendgewicht. Als Vorteile seiner Mastremontenproduktion nennt er den Verzicht eines Kastrationseingriffs,

keine Kraftfutterkosten und eine gleichzeitige Lieferung aller Tiere, auch wenn diese nicht alle gleich schwer sind. Alle Vertreter von SwissPrimAngus waren sich einig,

dass sich diese Produktionsform lohnt und man sich in einem Qualitätsmarkt bewegt, in dem die Nachfrage steigt und Wachstum möglich ist.

Gian Peter Niggli und Daniel Niklaus

Der Sommerhöck von SwissAngus gehört fest ins Jahresprogramm der Anguszüchter. Jedes Jahr findet er auf dem Hof eines andern Mitglieds statt und bietet so Gelegenheit, die betrieblichen und familiären Gegebenheiten der einzelnen Mitglieder besser kennen zu lernen. Der Sommerhöck ist aber auch einfach ein gemütlicher Anlass für die ganze Familie.

Eine gut gelaunte Gruppe Angusleute traf sich am Samstag, 16. Juli 2016 bei bestem Wetter in Finstersee auf dem Hof von Sue Humm und Albert Elsener im schönen Zugerland zum Sommerhöck von SwissAngus. Bei einem feinen Apéro wurden wir von den beiden herzlich begrüsst. Zusammen mit ihren Kindern wohnen sie oberhalb der Sihl in recht steilem Gelände etwas ausserhalb von Finstersee.

Nachdem der erste Durst etwas gestillt war, erläuterten Sue und Berti uns die Eckdaten des Betriebes, der in den letzten Jahren immer etwas wachsen konnte. Die beiden betreiben neben der Anguszucht mit Direktvermarktung als wichtiges Standbein auch ein Bagger- und Transportunternehmen und führen noch einige Lohnarbeiten aus. Im Moment wird gerade das Stöckli umgebaut, damit die erwachsenen Kinder in eigenen Wohnungen auf dem Betrieb wohnen können. Wir konnten ihr Talent für Bauarbeiten also nicht nur bei den selbst erstellten Stallgebäuden, sondern auch im Haus bestaunen.

Berti führte die interessierten Angusleute schliesslich über ihren Betrieb. Dabei war deutlich zu sehen, dass er ein Macher ist, der weiss, was er will, und dies auch mit viel Fleiss und Engagement umsetzt. Nach über dreissig Jahren Wirken sieht man seine Handschrift deutlich. Mit Stolz zeigte er uns diverse Auffüllungen und Zugangsstrassen, die er meist in Eigenleistung mit eigenem Bagger und schwerem Gerät erstellt hat. Berti betonte dabei, dass das Ganze immer mit den nötigen Bewilligungen und in gutem Einvernehmen mit der Gemeinde gewachsen ist. Und spätestens als uns Berti die steilen extensiven Wiesen zeigt, die mit dem Motormäher gemäht und von Hand „runtergerecht“ werden müssen, glaubt man ihm, dass er sich den Gang ins Fitnessstudio sparen kann. Aber auch die Natur ist den beiden bei all den Geländeverbesserungen wichtig. Gerne zeigte uns Berti auch die freiwillig erstellten Weiher, an denen der Natur der nötige Platz gegeben wird. Schliesslich konnten wir auch die gepflegten und dem Betrieb angepassten Maschinen und die selbst umgebauten Stallgebäude besichtigen.

Die eindrückliche Führung über den Betrieb sorgte für reichlich Appetit. Dieser konnte bei einem feinen Nachtessen in der Hocheinfahrt wunderbar gestillt werden. Dabei wurden wir begleitet von den wunderschönen Klängen aus Manuels Alphorn. Überall wurden interessante Diskussionen geführt, bis wir schliesslich mit feinen Zuger Kirschtorten (was denn sonst?...) und recht hellem Kaffee zum Dessert verwöhnt wurden.

Schliesslich mussten sich die Ersten bereits wieder auf den teilweise langen Nachhauseweg in die ganze Schweiz machen. An dieser Stelle danke ich Sue und Berti nochmals ganz herzlich für ihre grosse Gastfreundschaft und den tollen Sommerhöck. Wir wünschen Euch beiden weiterhin viel Erfolg und bestes Gelingen bei der Umsetzung Eurer weiteren Projekte.

Herzlichen Dank aber auch an alle, die dabei waren. Ich freue mich schon jetzt auf den Sommerhöck 2017!

Urban Dörig
Samstag, 19 Januar 2013 16:32

Generalversammlung 2013

geschrieben von

Erfolgreiche 17. GV von SwissAngus

Der Präsident Urban Dörig konnte neben einer stattlichen Anzahl Mitglieder auch die Gäste Hansueli Wüthrich von Manor, Claudio Deragisch von Vianco, Franz Bieri von Viegut, Corsin Farrer und Tony Aufdermauer von Mutterkuh Schweiz und Mathias Gerber von Simmental Suisse begrüssen.

Wirtschaftlichkeit

Die speditiv geführte Versammlung war kurzweilig und sehr konstruktiv. Neben den ordentlichen Geschäften zeugten interessante Diskussionen vom grossen und positiven Engagement der Anguszüchter. So zeigte der Präsident an Hand der Herdebuchzahlen 2011 von Mutterkuh Schweiz mit einem einfachen Beispiel, was Wirtschaftlichkeit wirklich heisst. Das frühe Erstkalbealter, die kurze Zwischenkalbezeit und die längere Nutzungsdauer können auch mit einem höheren Schlachtgewicht und einer höheren Taxierung kaum kompensiert werden. Faktoren wie Futterkosten, Stallkosten und Arbeit des Betriebs oder Produktionstage einer Kuh im Verhältnis zu ihren Lebendtagen sind enorm wichtig. Gerade im Hinblick auf die Auswirkungen der AP 2014 – 17 müssen solche Faktoren in der Schweizer Mutterkuhhaltung nochmals verstärkt berücksichtigt werden. Die Anguszüchter waren sich einig, dass bei der Zucht weiterhin grosses Gewicht auf diese Vorzüge gelegt werden muss. Im Weiteren betonte der Präsident, dass Angus Schlachttiere in allen Labels sehr gesucht seien. Dies bestätigte auch Hansueli Wüthrich, der sich auch für die gute Zusammenarbeit mit SwissAngus bedankte.

Raguth Tscharner neu im Vorstand

Nach elf Jahren Vorstandsarbeit, zuerst als Materialwart dann als Kassier, trat Heinz Grob zurück. Seine grosse Arbeit wurde von der Versammlung mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gebührend gewürdigt. Als Nachfolger konnte Michael Raguth Tscharner aus Scheid, GR, neu für den Vorstand von SwissAngus gewonnen werden.

SwissAngus Forum mit Bernard Lehmann

Der nächste Höhepunkt von SwissAngus ist der Auftritt an der Tier & Technik.  Am bewährten SwissAngus Forum tritt dieses Jahr Prof. Dr. Bernard Lehmann, Direktor des BLW, als Referent auf. Das Forum findet am Donnerstag, 21. Februar 2013, um 13.30 Uhr statt. Wir freuen uns darauf!

 

Mittwoch, 25 Januar 2012 19:02

Generalversammlung 2012

geschrieben von

Wechsel im Vorstand und Positives von Swiss Prim Angus  bei Manor.

 In Entlebuch begrüsste Urban Dörig, zum ersten mal als neuer Präsident an einer Generalversammlung,

die zahlreich aufmarschierten Swiss Angus Mitglieder.

In seinem Jahresbericht strich der Präsident das gut besuchte Angusforum an der Tier und Technik

in St.Gallen hervor. Auch die Zusammenarbeit mit Manor im 2011 war sehr positiv.

An drei Tagungen, in allen drei Landesteilen der Schweiz,  konnten die Manorchefmetzger

auf einem Angusbetrieb mehr über die Vorzüge der Rasse Angus erfahren. Das Swiss

Prim Angus Programm bei Manor hält sich sehr gut. Die Umsätze konnten sogar leicht

gesteigert werden. Dies in einem Umfeld wo die Schweizerkonsumenten für fast eine Milliarde

Franken, Fleisch im Ausland einkauften. Das Programm wird auf der technischen Seite

verfeinert, man denkt über eine Erfassung des intramuskulären Fettes am Schlachtkörper nach.

Die Spezialisten von Manor stellten in Degustationen fest, dass sehr gut  marmoriertes Fleisch

geschmacklich ein hervorragendes Genusserlebnis bietet.

Neu in den Vorstand von Swiss Angus wurden Samuel Känel aus Chavornay

und Simon Schneider Untergrenchenberg gewählt. Sie ersetzen die zurücktretenden

Olivier Bonjour, Gian Peter Niggli und Daniel Niklaus.  Gian Peter Niggli und Daniel Niklaus erhielten

für ihren Einsatz für die Anguszucht die Ehrenmitgliedschaft.

Urs Vogt Geschäftsführer von Mutterkuh Schweiz präsentierte die Fleischleistungszahlen aus dem Herdebuch.

Bei den Leistungskennzahlen über alle Fleischrassen ist Angus beim Erstabkalbealter, bei der Langlebigkeit

und bei der Zwischenkalbezeit nach wie vor an der Spitze.

Die Generalversammlung genehmigte auch die zur Abstimmung vorgelegten Statuten. Sie werden in  Kürze an die

Mitglieder verschickt.


Der erste wichtige Programmpunk im 2012 ist das Angusforum an der Tier und Technik in St.Gallen.

Mit Christoph Weder aus Rycroft Alberta Kanada, konnte ein spannender Referent engagiert werden.

Samstag, 20 Juli 2013 13:07

Sommerhöck 2013

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Nach einem feinen Apero und der Begrüssung von Präsident Urban Dörig, wurde der Betrieb von Schneiders Stück für Stück vorgestellt. Der von der Bürgergemeinde Grenchen gepachtete Ganzjahresbetrieb bietet für den Gast als Erstes eine herrliche Aussicht. Zum Betrieb gehört auch ein perfekt eingerichtetes Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeiten, das Vreni Schneider führt. Es wird viel Wert darauf gelegt, dass selbst produzierte Produkte angeboten werden können. Im Tal bewirtschaften Schneiders noch einen weiteren Betrieb, auf dem unter anderem die männlichen Tiere ausgemästet werden.

Auf einer Wanderung durch die Weiden stellte uns Simon Schneider ihre Zuchtstrategie und die tolle Angusherde vor. Nach einem kurzen Marsch konnte die sportliche Gruppe eine herrliche Aussicht ins Tal geniessen. Der Aussichtspunkt „Flueh“ ist eine Felskante, die eine herrliche Sicht von der Jurakette über Solothurn ins Mitttelland freigibt. Für alle, und natürlich speziell für unsere amerikanischen Gäste ein bleibender Eindruck!

Das anschliessende Nachtessen im Restaurant war sehr grosszügig und fein, Angusbeef halt!... Mit interessanten Gesprächen in gemütlicher Runde wurde die Kameradschaft bis spät in die Nacht gepflegt. Die vielen, schönen Rückmeldungen haben gezeigt, dass nicht nur der fachliche, sondern auch der gesellschaftliche Teil ganz wichtig ist und zum guten Funktionieren eines Vereins gehören.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Familien Schneider für das grosszügige Gastrecht und den wunderschönen, interessanten SwissAngus Sommerhöck 2013. Es war richtig schön bei Euch, vielen Dank!

Vorstand SwissAngus

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